FIELD

 

"(…) wie die vier Musiker plötzlich eine leuchtende Klangkollage in den Raum modellieren, leise, versonnen, mit singenden Becken und hellen Glockentönen, ist in seiner pastellenen Farbigkeit wirklich zauberhaft. Eine Musik wie von einem Windspiel, flüchtig, schwebend.

Zwischen diesen beiden Polen der Ausdrucksintensität, zwischen Windspiel und Jimi Hendrix, bewegt sich dieses Konzert und bietet damit eine Fülle von atmosphärischen Eindrücken und musikalischen Gestaltungsweisen: filigranes, geschwindes und dabei absolut präzises Zusammenspiel von Saxofon und Gitarre, friedliche und zugleich geheimnisvoll fragile Kantilenen der Klarinette, skurril stolpernde, ausgefuchste Rhythmen, mit großer Spielfreude zelebrierte Begleitbeats von Schlagzeug und Bass."

 

Sueddeutsche Zeitung, 15.11.15

 

"Auf Jazz-Schlagzeuger Oliver Steidle ist Verlass: Immer wenn der Wahl-Berliner, der in Pyrbaum aufgewachsen ist, bei einem Neumarkter Altstadtfest auftritt, begleiten ihn Hochkaräter der Modern-Jazz-Szene der deutschen Hauptstadt. Solche sind Uli Kempendorff (sax, clar, Komposition), Ronny Graupe (gt) und Jonas Westergaard (bs). In milder Abendstimmung, begleitet vom Gezwitscher der von Kempendorff kurz eingebauten Amseln, gab es spannende Kompositionen zu hören. Dass im Modern Jazz nicht einfach drauf los gespielt wird, erwies sich, als die vier Herren ein vier Seiten umfassendes Notenblatt ausbreiteten – und dann eine „Suite“ über die vier Himmelsrichtungen spielten. Der virtuale 360-Grad-Blick wurde begleitet mit einer Abfolge an Tönen, die auf das Erzeugen von Stimmungsbildern im Kopf abzielten. Dieses Anregen von Fantasie zeigte, was Jazz auch kann: Anstoß zu Kino im Kopf."

 

Mittelbayerische Zeitung, Lothar Röhrl, 15.6.15

 

"All-Star-Formation der Berliner Szene. Bebop fürs 21. Jahrhundert (...) eine ungestüme Spielfreude bricht sich immer wieder Bahn und macht die Musik so anziehend. Hier passiert immer wieder etwas Neues, aber der Hörer wird bei dieser Achterbahnfahrt auf eindrucksvolle Weise mitgenommen."

 

Jazzthing 101, Rolf Thomas

 

"Field ist (...) eine der vielversprechendsten Formationen der Berliner Jazzszene der letzten Jahre (...), also nichts weniger als eine (weitere) Super Group der Berliner Jazzszene. Jeder der neun Titel ist ein Mikrokosmos vollermusikalischer Einfälle, Höhepunkte und Überraschungen."

 

Jazzpodium 11/13, Rainer Bratfisch

"Vorsicht, die Deutschen kommen - nicht angst- aber immerhin etwas achtungseinflössend - ein troyanischer Galopp aus dem Nichts mitten in die aktuelle innovative Jazz-Szene. Nach Wanja Slavin und Christian Lillinger vier weitere verheissungsvolle Musiker aus dem nördlichen Nachbarland; eine hellwach agierende Truppe. Für offene Ohren - unbedingt in 'Field reinhören."

Jazzlinks, 10/13, Chan

 

"Aus den vielen wubbernden, expressiven Blasen, die aus dem quirligen Kunst-Untergrund der Hauptstadt aufsteigen, zeigt Field seine Stärken vor allem als ausgefuchste neugierige Band, in der die Soli der Vier nur eines ihrer Mittel zum Zweck gemeinsamen Musikmachens und Forschens sind. Von wilden Eruptionen bis zu feinsten Pinselstrichen, getupften impressionistischen Tönen, die Bandbreite der Musik sorgt für Abwechslung, man sollte sich das mit dem Titel wirklich überlegen."

 

Concerto, 10-11/13, 4 1/2 Sterne

 

"Berlin hat eine sehr reiche Jazzszene, und das Uli Kempendorff Quartett,gehört zu den vielversprechendsten jungen Formationen. Umso schöner, dass die vier Musiker einem avanciertem Ideal verpflichtet sind, das Verwegenes mit Gutklingendem spannend verbindet.(...)

Ein Quartettspiel, das bei allen Freiheiten immer den Blick für die Querverbindungen und spanndenden Verflechtungen wahrt."

 

Rainer Kohl, Rhein-Neckar-Zeitung, 5.3.2012

 

"So viel Geschmeidigkeit. So viel Widerspenstigkeit. Der Berliner Saxophonist Uli Kempendorff fegt mit seiner Band alle Mauern zwischen Tradition und Avantgarde hinweg. Ist das nun Free Jazz oder Straight Ahead? Die Frage lässt sich einfach nicht beantworten. Von den ersten Klängen an nimmt diese CD gefangen. Kempendorff kann schreiben. Seine Themen sind von so eingängiger Vertracktheit, dass nicht einmal die Saxofon-Gitarren-Unisoni nerven. Alles an dieser CD stimmt, nichts ist zu perfekt. Vor allem entbehrt die Band jeglicher Verortung. Diese Musik ist so interurban, wie es nur irgend geht. Mit ein wenig Fantasie käme man vielleicht darauf, dass es sich hier um ein Berliner Quartett handelt, aber diese Musik passt ebenso gut zu London, Paris, Amsterdam, New York, San Francisco oder Tokio. Gerade dieses Gefühl von Undefinierbarkeit im besten Sinne macht die besondere Qualität der neuen Berliner Jazz Szene aus. Ein kosmopolitisches Idiom, das einen lebendigen Kontrapunkt zur merkantilen Globalisierung setzt. Diese CD bedarf nicht vieler Worte zur Beschreibung. Sie soll einfach nur so viel wie möglich gehört werden."

 

Wolf Kampmann, Jazzthetik, 01-02/2011

 

 

PORTRAIT 10.7.2015

 

In der aktuellen Ausgabe des Magazins SONIC findet sich ein Porträt über mich, geschrieben von Dr. Ulrich Steinmetzger.

ANDERE PROJEKTE

 

Kreuzer- Das Leipzig Magazin, über Kempendorff/Punkt/Daisy: Movements, erschienen auf otherunwise. Juni 2015

"Eine knapp halbstündige Reise durch fast alle Formen zeitgenössischer Musikpraxis: das Mäandern zwischen tonalem Geräusch und atonalem Klang, Atmosphöre als Formmaxime gegenüber Solieren über amtliche Skalen, die forsche Neugierde des Einzelnen und erstaunlich musikdienliches Zusammenspiel. Nicht nur wer’s live verpasst hat: Zugreifen!"

Martin Wohlgetan, (4 of 5 *)

 

zu Reihe2 (mit R. Lucaciu und P. Scholz), Januar 2014:

"Diesmal kamen aus Köln mit Pablo Held einer der wichtigsten jungen Klavierspieler des jungen deutschen Jazz und aus Berlin Uli Kempendorff eine der markantesten Saxofonstimmen desselben. (…) Kempendorff verortete (...) seinen innigen Saxofonton auf einer erst durch ihn definierten Mitte irgendwo zwischen Dewey Redman und Jan Garbarek. Gerade auch in den Balladen demonstrieren die vier Hoffnungsträger einer unverbrauchten Musik, wie raffiniert und ohne Kraftmeierei sie Melodiöses ausleuchten können."

Leipziger Volkszeitung, 14.1.2015, Dr. Ulrich Steinmetzger

 

Jazzthetik 2/2014 über JazzTage Leipzig 2013:

"Und auch hier war der Laden trotz später Stunde voll und die Stimmung super. Robert Lucaciu (b) und Philipp Scholz (dr) hatten den Pianisten Yves Theiler und die Saxofonisten und Klarinettisten Rudi Mahall und Uli Kempendorff eingeladen, die eine unglaubliche Show boten. Im Kontrast zur Oper war hier plötzlich alles extrem laut und unglaublich nah. Die familiäre Atmosphäre eines engen Clubs hat doch noch einmal einen ganz eigenen Charme - insbesondere, da nicht nur versierte Jazzer, sondern auch noch begnadete Entertainer auf der Bühne standen."

 

 

YELLOW BIRD

 

"Der Sound von Yellow Bird elektrisiert durch die Spannungen, die hier das Nebeneinander authentischer Form und gewitzter Interpretation generiert. Die alten Traditionen tönen dabei eigenartig an die Gegenwart an – die einstige Durchlässigkeit der Stile und Grooves lässt nun an die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen in der musikalischen Aktualität denken. Interessanterweise muten ausgerechnet die Originals besonders urig an. Etwa das schöne Titelstück (von Cadotsch): Im kargen Arrangement gegenläufiger Stimmen kontrastiert eine gewisse Sprödigkeit mit Nonchalance und Frische. Und diese beleben auch alte Country-Schwarten wie «Oh Lonesome Me» oder die Calypso-Nummer, die der Formation den Namen gegeben hat: «Yellow Bird»."

Ueli Bernays, NZZ, 3.6.2015

 

"Wem das nicht zu Herzen geht, was soll man dem nur raten?"

FOLKER, 25.3.2015

 

"Ein frech fröhliches Folkalbum..."

Frank von Niederhäusern, KULTURtipp, CH, 18.3.2015

 

"...eine Band, die sich mit ihrem innovativen Spielwitz angenehm aus der derzeitigen Bluegrass- und Alternative-Countryschwemme abhebt...auch die Eigenkompositionen überzeugen, gespielt mit ungewöhnlichen Instrumenten wie Ukulele und Bassklarinette sowie einem Jazz-inspirierten frischen Spirit."

FRS, GOOD TIMES, 18.3.2015

 

“Eine Sache ist sicher: um großartige Musik zu hören, bei der einem die Knielade runterklappt, müssen wir nicht über den großen Teich fliegen (oder Künstler von dort dazu zwingen)…”

Johanna B. Bodde, INSURGENT COUNTRY, 7.3.2015

 

"Und ehe Hörer sich versehen, sind 43 überraschend unterhaltsame Minuten auch schon vorbei. Diese Scheibe wird sich noch oftmals in heimischen Anlagen drehen und in diesem Fall handelt es sich bei einer solchen Aussage um keine Drohung..."

Maximilian Nitzke, CDSTARTS, 7.3.2015

 

"Kaum ist die CD im Maul des Spielers verschwunden und der ersten Ton erklungen, wenden sich die Ohren unweigerlich in Richtung der Boxen... unbändigen Hörspaß..."

Bewertung: * * * *

Franz X.A. Zipperer, JAZZTHETIK, 3.3.2015

 

"...erfrischend und originell. Yiiiieeeehaaaw!"

Tina Adomako, MELODIVA, 24.2.2015

 

"Yellow Bird ist klasse. Die Combo hat das Herz auf dem richtige Fleck und auch den Mut, mit etwas Witz oder beschwingt-kecker Leichtigkeit auf die Ernsthaftigkeit überlieferter Lieder zu blicken...Chapeau, Yellow Bird!"

Joachim 'Joe' Brookes, ROCKTIMES, 24.2.2015

 

"...interessant und empfehlenswert."

Ullrich Maurer, GÄSTELISTE, 23.2.2015

 

"Die Band um die schon lange Zeit in Berlin lebende Amerikanerin Manon Kahle würdigt die traditionellen Einflüsse aus Roots Music und Americana, setzt sie aber mit einer eindeutig aus dem Jazz stammenden Haltung um. So bekommen die Folk- und Country-Klassiker eine Leichtigkeit, die Traditionalisten irritieren dürfte, aber den Songs guttut."

Thomas Winkler, TAZ, 19.2.2015

 

"Die Berliner Gelbvögel imitieren das Vokabular jener Zeit nicht nur musikalisch - auch ihre Texte wirken wie aus der Zeitmaschine, vorgetragen in engelhafter Zweistimmigkeit... " Bewertung: "Z Z Z Z" ("Zum Niederknien")

Victoriah Szirmai, ZITTY, 19.2.2015

 

"Nur der erste Eindruck vermittelt, dass die Berliner Band Yellow Bird etwas "altraverisch" (Wienerisch für altmodisch) sein würde. Im Gegenteil: das Quintett strotzt vor Individualität, Nonkonformismus und musikalischem Witz... Der Yellow Bird muss absolut am Leben bleiben, der Vogel soll jubilierend fliegen."

Ernst Weiss, CONCERTO, 2.2.2015

 

"Mit echten Erhebungen kann Berlin echt nicht dienen. Gefährliche Schluchten gibt's auch nicht. Yellow Bird beschwören mit dem Hillbilly-Sound auf ihrem brillianten Debüt eine Reise durch die Appalachen herauf. "

Ralf Thürsam, MAZ, 1.2.2015

 

"Neben den rasant bis zart geratenen Coverversionen mache das a capella gesungene, kecke "A Thing" oder der Titelsong "Sing" dabei eine mehr als gute Figur - reif fürs Opryland"

Uli Lemke, Jazzthing, 31.1.2015

 

"…Lucia Cadotsch leiht dem Projekt Yellow Bird, einer verspielt friedfertigen Version von Country, ihre Stimme und hebt im zweistimmigen Gesang mit der Ukulele- und Fiddelspielerin Manon Kahle eine Reihe von klassischen Country-Songs aus der Zeit vor der Industrialisierung des Genres ins Bewusstsein zurück. Eine niedliche, terzenselige Landidylle scheint hier ausgestellt zu sein, bis diese Idylle bei genauerem Zuhören zu Staub verfällt, bis diese ihre Kanten und Abgründe zu hören sind, die schrillen Dissonanzen, die im Taumel der Tempi die Sinne vernebeln. Was zunächst klingt, als hätten die Musiker schon immer den Hinterwald der Appalachen als ihr Zuhause angesehen, verwandelst sich in eine jetztzeitige, urbane Rückschau auf die Wurzeln der Popmusik, melancholisch, selbstironisch, subtil."

 

Stefan Hentz, DIE ZEIT,

27.11.2014

 

(...) glücklicherweise Bands wie Yellow Bird, (...) denn sie bringen den Jazz in die American Roots Music - oder auch umgekehrt - und das tut den alten Stücken richtig gut...Und so war es ein Vergnügen zuzuhören, wenn einerseits die beiden Sängerinnen mit ihren tollen Stimmen eher auf der Roots-Schiene waren - oft spielte Kahle dazu auch auf der Ukulele -, die drei Musiker dann aber auf der Jazz-Spur folgten. Faszinierend."

Elbe-Jeetzel-Zeitung, 25.08.2014

 

"Yellow Bird arrangieren ihr Repertoire mit viel Gespür für die musikalischen Traditionen Nordamerikas und legen so die Wurzeln der heutigen Country-Musik oder vieler Spielarten des Blues frei."

MOZ, 3.9.2011